Unsere Arbeit

Sozialarbeit

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Beratung, Begleitung und Betreuung der uns anvertrauten Menschen. In unseren Unterkünften widmet sich dieser Aufgabe tagtäglich ein qualifizierter Sozialdienst aus Sozialarbeiter*innen, Sozialbetreuer*innen, Psycholog*innen und Sprachmittler*innen.

Die Mitarbeiter*innen des Sozialdienstes sind auf vier Schwerpunkte spezialisiert:

  1. Kita, Schule und Jugend
    Einhalten der Schulpflicht, Organisation der Schuluntersuchungen und Vorbereiten der Einschulungen
  2. Gesundheit und psychosoziale Versorgung
    Beobachtung und Begleitung von besonders schutzwürdigen Gruppen und Härtefällen, Initiativen zur gesundheitlichen und sexuellen Aufklärung
  3. Kinder- und Jugendschutz und Gewaltprävention
    Durchsetzen der Kinderschutzvorgaben, Erfassen der familiären Beziehungen, Gewaltprävention
  4. Schnittstelle Integration
    Profiling, Vermittlung in Arbeit, Bildungs-, Kultur- und Sportangebote

Gerade große Unterkünfte stellen eine besondere Herausforderung an die Sozialarbeit. Um den vielen unterschiedlichen Bedürfnissen zu entsprechen und alle Bewohner*innen zu versorgen, arbeiten unsere Sozialdienste in Einzel- und Gruppensettings.

 

  • Infopoint
    Ein Infopoint dient als offene Anlaufstelle für allgemeine Fragen, die Vermittlung von Adressen und Terminen
  • Case-Management.
    Das Case-Management bietet eine individuelle fallbezogene Beratung und die Erarbeitung eines Qualifikationsprofils
  • Aufsuchende Arbeit.
    Durch aufsuchende Arbeit in der Unterkunft ermitteln wir Bedarfe und schaffen Vertrauen auch bei zurückgezogenen Geflüchteten.

Getragen wird unsere Arbeit von der Bereitschaft unserer Mitarbeiter*innen, jedem Menschen mit offenem Herzen, mit Respekt und hoher Empathie zu begegnen. Regelmäßige Fortbildungen und Supervision sind dabei Garanten für unsere Leistungsfähigkeit.

Kinderbetreuung

Ein Herzstück unserer sozialen Arbeit ist die Kinder- und Jugendbetreuung. Als bundesweit erster Betreiber haben wir eine eigene Position für den Kinderschutz geschaffen. So setzen wir neue Maßstäbe in der Betreuung von geflüchteten Kindern.

Unsere Spielräume sind geschützte Orte, die nur den Kindern, ihren Angehörigen und unserem speziell geschulten Fachpersonal zugänglich sind. Hier bieten wir für Kinder bis 14 Jahre an jedem Werktag pädagogisch-kreative Freizeitaktivitäten an. Sie sind nach dem Berliner Bildungsprogramm gestaltet und bereiten so optimal auf den Schulbesuch vor. Dabei erfahren die Kleinen durch feste Strukturen einen geregelten Alltag und lernen bei gemeinsamen Ausflügen ihre neue Stadt kennen.

Ein besonderes Augenmerk legen wir darauf, die Eltern-Kind-Bindung zu stärken. In unseren Spielräumen ist dafür ein eigener Bereich reserviert. Darüber hinaus können wir mit der Förderung des Sentas für Sprungbrettangebote unser Projekt Familienlotsen realisieren mit dem Ziel, Familien in ihr neues soziales Umfeld einzuführen, Möglichkeiten der gemeinsamen Freizeitgestaltung aufzuzeigen oder bei der Suche nach Kitaplätzen zu begleiten.

Vernetzung

Integration findet vor Ort statt – im gegenseitigen Austausch und einer gemeinsamen Annäherung. Zur Eröffnung einer neuen Unterkunft baut TAMAJA aktiv den Kontakt zu allen Akteur*innen auf, die das nachbarschaftliche und bezirkliche Umfeld gestalten.

Über Informationsveranstaltungen und die Teilnahme an Kiezfesten, mit eigens entwickelten Informationsmaterialen zum Thema Ehrenamt und unserer Arbeit wenden wir uns direkt an Anwohner*innen und Nachbar*innen und die ehrenamtlichen Unterstützerkreise um die Unterkünfte.

Durch die Initiierung von Arbeitsgruppen und die Teilnahme TAMAJAs an Gremien, Qualitätszirkeln und Diskussionsrunden stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit den politischen und gesellschaftlichen Repräsentant*innen von Bezirk und Land. So lassen sich gemeinsame Lösungsansätze für Problemstellungen und aktuelle Bedarfe erarbeiten.

Darüber hinaus hat sich TAMAJA mit weiteren gewerblichen und gemeinnützigen Betreibern von Notunterkünften zum Verband der Berliner Flüchtlingsheim-Betreiber zusammengefunden. Sein Ziel ist es u.a., politische Handlungsempfehlungen zum Wohle der zu Betreuenden zu erarbeiten und die Allgemeinheit über die Arbeit seiner Mitglieder zu informieren.