Die Formula E in Tempelhof

Am vergangenen Wochenende ging es rund in Tempelhof – und zwar mit bis zu 200 km/h! Die Formula E gastierte für ihren ersten Doppellauf der Saison auf dem Vorfeld des ehemaligen Flughafengebäudes.

Bereits seit Wochen konnten wir Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen der NUK die Aufbauarbeiten beobachten. Gewaltige Kräne schoben sich über die Betonfläche, während es von Menschen in Warnwesten wimmelte, die Beleuchtungstürme, die Zuschauertribüne und natürlich die Rennstrecke selbst aufbauten.

Und war in der NUK ob der Pflichten und Sorgen des Alltags das große Gewusel draußen einmal fast vergessen, heulte als kleine Erinnerung hin und wieder ein Motor auf. Die Freikarten, die den Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen der NUK freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden, haben wir daher mit Freuden genutzt, um gemeinsam einen Ausflug zu unternehmen.

Bei strahlendem Sonnenschein traf ich mich mit Abdelaziz und Khaled, zwei Bewohnern der NUK. Wir drei teilten die gleichen Voraussetzungen für den Besuch des sonntäglichen Renndurchlaufes: Autorennen kannten wir nur aus dem Fernsehen und Interesse an Sportflitzern hatten wir eigentlich alle nicht – dafür aber Lust, uns bei dem schönen Wetter ein bisschen herumzutreiben, Freunde zu treffen und Neues kennenzulernen.

Kaum eingetroffen, stellt sich heraus, dass wir – wie so oft im Leben – unsere Vorannahmen dringend überprüfen müssen. Rennautos sind langweilig? Das gilt vielleicht für diejenigen, die auf dem Mattbildschirm im Kreis herumfahren. Steht man aber unmittelbar vor solch einem Gefährt, ändert sich die Lage schlagartig. Khaled und Abdelaziz jedenfalls waren schnell verschwunden, um sich vor Rennstart einem ausgiebigen Fototermin mit den Lieblingsflitzern zu widmen.

 

Als das Rennen dann im Gange war, waren es jedoch wieder die Menschen, die unser Interesse stärker auf sich zogen. Die Stimmung war ausgelassen, die Besucher*innen ausgesprochen fröhlich und kontaktfreudig. Und so hat mich nicht überrascht, wie meine Begleiter die Frage nach einem Fazit beantworteten: „Es war eine tolle Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen“, fand Khaled. „Und die Autos waren auch schön“, fügte Abdelaziz hinzu.

Wir bedanken uns herzlich bei den Veranstalter*innen für die großzügige Spende an Freikarten!

Zurück