DREI-Demokratie

Mojtaba Yousofi

Bewohner der NUK Flughafen Tempelhof

Schüler

Layeghe Rasouli

Bewohnerin der NUK Tempelhof

Abiturientin

Labib Algazali

TAMAJA-Hauswirtschaft

DREI

Was bedeutet Demokratie für dich?

Mojtaba Yousofi: Dass jede*r machen kann, was er*sie für richtig hält und dadurch sein Leben selbst bestimmt. Dass sich Menschen ihre Berufe eigenständig aussuchen können und jede*r die Möglichkeit hat, in die Schule zu gehen und zu studieren.

Layeghe Rasouli: Demokratie bedeutet für mich, dass man sein Leben bestimmen und die eigene Meinung äußern kann. Aber auch, dass man sich mit seinen Mitmenschen auseinandersetzt. Egal, ob du ein Mann, eine Frau, arm oder reich, krank oder gesund bist. Egal welche Glaubensrichtung du hast und aus welchem Land du kommst. Das ist für mich Demokratie.

Labib Algazali: Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, das Recht auf Bildung und Entwicklung. Das Recht darauf, die eigene Meinung zu äußern, aber auch die Gegenmeinung zu respektieren. Das Recht auf Arbeit und die Sicherheit, von dieser leben zu können. Das Recht der Religionsfreiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter.

Was würdest du den deutschen Politiker*innen gerne sagen?

Mojtaba Yousofi: Sie sollen sich anstrengen ihre Arbeit gut zu machen. Das würde ich allen Politiker*innen auf der Welt raten!

Layeghe Rasouli: Dass ich ihre Politik zu kompliziert finde. Vor allem die Regelungen, wer Asyl erhält. Ich kenne viele afghanische Familien, die getrennt wurden, weil nur einige Familienmitglieder hier bleiben duften. Dabei sind sie gemeinsam und vor den gleichen Problemen geflohen. Wie kann es sein, dass nur einige von ihnen hier bleiben dürfen und andere nicht? Das verstehe ich nicht.

Labib Algazali: Deutschland ist ein tolles Land! Ich lebe sehr gerne hier. Ich würde ihnen sagen, dass sie ihre guten Werte beibehalten und sichern sollten. Die Demokratie und die damit verbundene Freiheit sollten immer auf ihrer Agenda stehen.

Was würdest du ändern, wenn du für einen Tag Bundeskanzler*in wärst?

Mojtaba Yousofi: Wenn ich für einen Tag Bundeskanzler wäre, würde ich natürlich meine Wahlversprechen einhalten. Außerdem würde ich dafür sorgen, dass in Deutschland mehr Wohnungen gebaut werden, vor allem in Berlin. Es gibt zu wenige freie Wohnflächen, die bezahlbar sind. Das ist ein großes Problem für alle, egal ob Geflüchtete*r oder Deutsche*r.

Layeghe Rasouli: Als Bundeskanzlerin würde ich mehr in die Forschung investieren, um Krankheiten zu heilen. Die Bildung mehr fördern, um unsere Zukunft zu sichern. Wahrscheinlich würde ich mich auch dafür engagieren, dass Lebensmittel gerecht verteilt werden, so dass Menschen auf der Welt nicht mehr an Hunger sterben müssen. Außerdem würde ich versuchen, die Frauen in Afghanistan zu unterstützen.

Labil Algazali: Als Kanzler würde ich unter anderem eine bessere Integrationspolitik etablieren. Ich würde die gemeinsamen Werte in den Fokus stellen, um das Vertrauen zwischen den Deutschen und den Geflüchteten herzustellen. Ohne Vertrauen und Verständnis kann die Integration nicht gelingen.

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