Psychologische Versorgung von Geflüchteten

 
Zur psychologischen Versorgung von Geflüchteten - ein Bericht aus Berlin

Zusammenfassung: Die Mehrheit der geflüchteten Menschen, die Deutschland erreichen, leidet an psychischen Erkrankungen wie der Posttraumatischen Belastungsstörung oder Depression. Zugang zu einer adäquaten Behandlung haben jedoch die allerwenigsten Geflüchteten – obwohl gültiges EU-Recht dies seit 2015 vorsieht, obwohl Gesundheit ein Menschenrecht ist.

Die Bundesregierung verweist auf die Verantwortung der Länder, die wenigen konkreten Maßnahmen auf Bundesebene greifen zu kurz oder laufen ins Leere. Doch auch die Länder sind überlastet: es fehlt an Konzepten zur Identifizierung und Versorgung, es fehlt an Fachpersonal in den Unterkünften und Ämtern, es fehlt an verbindlichen Standards.

In Berlin scheitert die menschenwürdige Versorgung psychisch kranker Menschen bereits an einer angemessenen Unterbringung. Zwei Jahre nach dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise ist für viele Geflüchtete in Deutschlands Hauptstadt noch kein Ende der Krise in Sicht.

 

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