Sozialarbeit

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Beratung, Begleitung und Betreuung der uns anvertrauten Menschen. In unseren Unterkünften widmet sich dieser Aufgabe tagtäglich ein qualifizierter Sozialdienst aus Sozialarbeiter*innen, Sozialbetreuer*innen, Psycholog*innen und Sprachmittler*innen.

Gerade große Unterkünfte stellen eine besondere Herausforderung an die Sozialarbeit. Um den vielen unterschiedlichen Bedürfnissen zu entsprechen und alle Bewohner*innen zu versorgen, arbeiten unsere Sozialdienste in Einzel- sowie Gruppensettings. Die Mitarbeiter*innen sind auf verschiedene Schwerpunktbereiche wie Gewaltprävention, Integration und Jugend, Kinderschutz, Gesundheit und psychosoziale Versorgung von Frauen, Männern und LGBTQI*-Personen spezialisiert.

Ein Infopoint dient als offene Anlaufstelle für allgemeine Fragen und die Vermittlung von Adressen und Terminen. Die individuelle Fallberatung erfolgt kontinuierlich und umfasst das Erstellen eines Qualifikationsprofils. Durch aufsuchende Arbeit in der Unterkunft ermitteln wir Bedarfe und schaffen Vertrauen auch bei zurückgezogenen Geflüchteten.

 

Getragen wird unsere Arbeit von der Bereitschaft unserer Mitarbeiter*innen, jedem Menschen mit offenem Herzen, mit Respekt und hoher Empathie zu begegnen. Regelmäßige Fortbildungen und Supervision sind dabei Garanten für unsere Leistungsfähigkeit.

Kinderbetreuung


Ein Herzstück unserer sozialen Arbeit ist die Kinder- und Jugendbetreuung. Als bundesweit erster Betreiber haben wir eine eigene Position für den Kinderschutz geschaffen. So setzen wir neue Maßstäbe in der Betreuung von geflüchteten Kindern.
Unsere Spielräume sind geschützte Orte, die nur den Kindern, ihren Angehörigen und unserem speziell geschulten Fachpersonal zugänglich sind. Hier bieten wir für Kinder bis 14 Jahre an jedem Werktag pädagogisch-kreative Freizeitaktivitäten an. Sie sind nach dem Berliner Bildungsprogramm gestaltet und bereiten so optimal auf den Schulbesuch vor. Dabei erfahren die Kleinen durch feste Strukturen einen geregelten Alltag und lernen bei gemeinsamen Ausflügen ihre neue Stadt kennen.

Ein besonderes Augenmerk legen wir darauf, die Eltern-Kind-Bindung zu stärken. In unseren Spielräumen ist dafür ein eigener Bereich reserviert. Darüber hinaus helfen unsere Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen, Familien in ihr neues soziales Umfeld einzuführen, Möglichkeiten der gemeinsamen Freizeitgestaltung aufzuzeigen oder bei der Suche nach Kitaplätzen zu begleiten.

Vernetzung


Integration findet vor Ort statt – im gegenseitigen Austausch und einer gemeinsamen Annäherung. Wir möchten Geflüchteten auch in der ersten Phase in Deutschland die Möglichkeit bieten, sich willkommen zu fühlen. Zur Eröffnung einer neuen Unterkunft baut TAMAJA daher aktiv den Kontakt zu allen Akteur*innen auf, die das nachbarschaftliche und bezirkliche Umfeld gestalten.

Über Informationsveranstaltungen und die Teilnahme an Kiezfesten wenden wir uns direkt an Anwohner*innen und Nachbar*innen und die ehrenamtlichen Unterstützerkreise um die Unterkünfte.

Auch auf Bezirks- und Landesebene setzen wir uns aktiv für Vernetzung und Zusammenarbeit ein. Durch Gremien, Qualitätszirkel und Diskussionsrunden stehen wir in kontinuierlichem Austausch mit den politischen und gesellschaftlichen Repräsentant*innen, um gemeinsame Lösungsansätze für Problemstellungen und aktuelle Bedarfe zu entwickeln.

Darüber hinaus hat sich TAMAJA mit weiteren gewerblichen und gemeinnützigen Betreibern von Notunterkünften zum
Verband der Berliner Flüchtlingsheim-Betreiber zusammengefunden. Der Verband erarbeitet politische Handlungsempfehlungen zum Wohle der Geflüchteten und informiert über die Arbeit seiner Mitglieder.