Lern-Erlebnis mit dem Kleinen Stern

Jeden Morgen um 8:30 Uhr trudeln die ersten Vorschulkinder aus den Hangars und den Unterkünften Colditzstraße und Daimlerstraße im Kinderraum von Hangar 6 in der NUK Flughafen Tempelhof ein. „Sobald sie durch die Tür kommen, beginnt die integrative Sprachförderung“, erzählt der Theaterpädagoge Christian Liebisch. Er ist Leiter des Förderprogramms Kleiner Stern und Gründer von Edusation, der dahinter stehenden gemeinnützigen Gesellschaft für Integration und Sprachförderung.

 
Vor etwa zehn Jahren hat Christian sein Sprachprogramm ins Leben gerufen und seitdem beständig weiterentwickelt. Seit Juli 2016 führt er sein Angebot zusammen mit Erzieher*innen von Edusation und TAMAJA an jedem Werktag in der NUK durch. Im Mittelpunkt steht dabei ein flauschiger Plüsch-Stern, der Kleine Stern, der die Kids als Protagonist und Identifikationsfigur durch seine Erlebnisse führt – und dabei das Erlernen der neuen Sprache zum Abenteuer werden lässt.

 
Denn Christian vermittelt die Lerninhalte als Erlebnis, bei dem durch Tanz, Musik undTheater alle Sinne der Kinder angeregt werden. Das beginnt schon in der morgendlichen Freispiel-Phase, während der sich die Kinder an den Mal-, Spiel- und Bastelstationen austoben können, und setzt sich fort beim gemeinsamen Stuhlkreis, in dem die Geschichten des Kleinen Sterns mit Gitarrenbegleitung erzählt werden.

 
Auch für die technikaffinen Kids ist etwas dabei. Spielend lernen sie den Umgang mit Tablets und experimentieren in kleinen Gruppen mit der App „I Mashine“. Sie komponieren eigene Songs, indem sie ihre Stimmen, Laute oder einfache Geräusche aufnehmen. Das Resultat dieser kreativen Ergüsse gibt es zum Nachhören auf Soundcloud.

 

Bei dem ganzen Spaß passiert das Lernen wie nebenbei. Unterschiedliche Förderschwerpunkte werden fokussiert, der aktive und passive Wortschatz gefördert, mit der deutschen Sprache experimentiert, Hemmungen abgebaut und die Artikulation verbessert. Entscheiden dabei ist die Flexibilität, sich an die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kinder anzupassen, erklärt Christian.

Viele der Kinder in seinem Programm stehen mit ihren Deutschkenntnissen noch ganz am Anfang. Die beliebtesten Videogeschichten vom Kleinen Stern hat Christian daher mittlerweile auch zweisprachig veröffentlicht. Neben Deutsch gibt es sie nun auch auf Arabisch, Russisch und Englisch. „Unser Wunsch ist, dass die Eltern ein Teil des Programms werden und die Geschichten vom Kleinen Stern, die es in jetzt auch in Fremdsprachen gibt, ihren Kindern zu Hause abspielen“, sagt Liebisch.


In diesem Sinne wünschen wir den Kindern, Erzieher*innen und Eltern weiterhin ein erfolgreiches Lernerlebnis und danken Christian Liebisch für sein tolles Programm und das freundliche Gespräch.

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